Zero-Trust-Verschlüsselung: Die Rolle der PKI-Standards
Die Zero-Trust-Architektur (ZTA) verlagert die Sicherheit von netzwerkbasiertem Vertrauen auf identitätsbasierte Verifizierung. Ihr Leitprinzip? "Vertraue niemals, überprüfe immer." Die Public-Key-Infrastruktur (PKI) ist zentral für diesen Ansatz und gewährleistet sichere Authentifizierung, Verschlüsselung und Datenintegrität.
Wichtige Highlights:
- Zero-Trust-Prinzipien: Überprüfen Sie jede Zugriffsanfrage, setzen Sie das Prinzip der minimalen Berechtigungen durch und gehen Sie von potenziellen Sicherheitslücken aus.
- Die Rolle der PKIPKI ermöglicht die Identitätsprüfung mithilfe digitaler Zertifikate, öffentlicher/privater Schlüsselpaare und Zertifizierungsstellen (CAs).
- Standards für PKI in Zero Trust:
- TLS 1.3: Schützt Daten während der Übertragung durch schnellere Handshakes und stärkere Verschlüsselung.
- GIPFEL: Automatisiert die Zertifikatsverwaltung für Skalierbarkeit.
- CMP v3: Bereitet sich mit dem Key Encapsulation Mechanism (KEM) auf Quantenbedrohungen vor.
- Delegierte AnmeldeinformationenKurzlebige Anmeldeinformationen erhöhen die Sicherheit.
- OAuth 2.0 & JWS: Autorisierungs- und Authentifizierungsprozesse stärken.
- Die Bedeutung der AutomatisierungManuelle Zertifikatsverwaltung birgt das Risiko von Ausfällen und Ineffizienzen; Automatisierung gewährleistet Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit.
Mit zunehmender Verbreitung von Remote-Arbeit, dem Wachstum des IoT und der Cloud-Abhängigkeit wird Zero Trust zum Standard. PKI, kombiniert mit Automatisierung, MFA und SSO, gewährleistet in diesem sich wandelnden Umfeld einen sicheren, identitätsorientierten Zugriff.
Public-Key-Infrastruktur: Die Grundlage digitalen Vertrauens
PKI-Standards für Zero-Trust-Verschlüsselung
PKI-Standardvergleich für Zero-Trust-Architektur
Die Public-Key-Infrastruktur (PKI) spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Zero-Trust-Prinzips. Um jedoch einen effektiven Betrieb von Zero Trust zu gewährleisten, müssen spezifische Standards eingehalten werden. Diese Standards legen fest, wie Geräte und Benutzer ihre Identität verifizieren, wie Daten verschlüsselt werden und wie Zertifikate in großem Umfang verwaltet werden. Ohne diese Richtlinien können Zero-Trust-Implementierungen inkonsistent und ineffektiv werden.
TLS/SSL-Protokolle für sichere Kommunikation
TLS 1.3 (definiert in RFC 8446) ist von zentraler Bedeutung für die Sicherung von Daten während der Übertragung. Es bietet drei wesentliche Sicherheitsfunktionen: Verschlüsselung (um Informationen vor unberechtigtem Zugriff zu schützen), Authentifizierung (um die Identität der Kommunikationspartner zu bestätigen), und Integrität (um sicherzustellen, dass die Daten während der Übertragung unverfälscht bleiben).
Im Vergleich zu TLS 1.2 bietet TLS 1.3 in Zero-Trust-Umgebungen eine höhere Performance, da der Handshake in nur einem Roundtrip abgeschlossen wird. Ein weiterer Vorteil ist die Unterstützung von Zero Roundtrips für wiederkehrende Benutzer. Zudem werden die Handshake-Nachrichten bereits frühzeitig verschlüsselt, und veraltete, schwächere Algorithmen werden durch die obligatorische AEAD-Verschlüsselung ersetzt. In Zero-Trust-Umgebungen erhöht Mutual TLS (mTLS) die Sicherheit zusätzlich, indem Client und Server vor dem Datenaustausch authentifiziert werden – ein unerlässlicher Schritt zur Aufrechterhaltung des Vertrauens.
Zertifikatsautomatisierung: ACME, CMP und delegierte Anmeldeinformationen
Die manuelle Verwaltung von Zertifikaten ist in großen Systemen unpraktisch, weshalb Automatisierungsprotokolle für das Zero-Trust-PKI-Management von entscheidender Bedeutung sind.
- ACME (Automated Certificate Management Environment, RFC 8555)Dieses Protokoll automatisiert den gesamten Lebenszyklus von Zertifikaten – von der Ausstellung über die Verlängerung bis hin zum Widerruf – ohne manuelle Eingriffe. Es verwendet JSON Web Signatures (JWS) zur Authentifizierung von Anfragen, zum Schutz vor Replay-Angriffen und zur Gewährleistung der Datenintegrität und entspricht damit perfekt den Zero-Trust-Prinzipien.
- CMP (Certificate Management Protocol) Version 3 (RFC 9810): Dieses im Juli 2025 aktualisierte Protokoll führt die Unterstützung des Key Encapsulation Mechanism (KEM) ein und bereitet PKI-Systeme auf die Herausforderungen des Quantencomputings vor.
- Delegierte Anmeldeinformationen (RFC 9345)Dieser Standard ermöglicht Serverbetreibern die Ausstellung kurzlebiger Anmeldeinformationen (gültig für sieben Tage) unter einem Zertifikat einer Zertifizierungsstelle (CA). Durch die Verringerung der Abhängigkeit von externen CAs für häufige Erneuerungen und die Begrenzung der Auswirkungen von Kompromittierungen privater Schlüssel wird die Sicherheit in Zero-Trust-Frameworks erhöht.
Autorisierungs- und Authentifizierungsstandards
Verschlüsselung allein reicht für Zero Trust nicht aus. Strenge Autorisierungs- und Authentifizierungsstandards sind notwendig, um den Zugriff auf Ressourcen sicher zu kontrollieren.
- OAuth 2.0Dieser Standard erleichtert die Autorisierung, indem er es Systemen ermöglicht, eingeschränkten Zugriff zu gewähren, ohne sensible Zugangsdaten wie Passwörter weiterzugeben.
- JSON-Websignatur (JWS)JWS gewährleistet die Authentizität und Integrität der Anfragenutzdaten und spielt eine Schlüsselrolle bei der Überprüfung der Kommunikation.
- Herausforderungen für Authority Token (RFC 9447)Diese Erweiterung von ACME ermöglicht die Ausstellung von Zertifikaten für Nicht-Internet-Ressourcen (wie Telefonnummern) durch Abfrage einer externen Token-Autorität. Sie erweitert die Anwendung von Zero-Trust-Prinzipien über traditionelle DNS-basierte Validierungen hinaus.
| Standard | Rolle im Zero Trust | Hauptvorteil |
|---|---|---|
| TLS 1.3 | Sichere Kommunikation | Ein schnellerer 1-RTT-Handshake reduziert die Latenz. |
| GIPFEL | Zertifikatsautomatisierung | Eliminiert die manuelle Verwaltung |
| CMP v3 | Bereitschaft nach der Quantenumwandlung | Unterstützt KEM für Quantenbedrohungen |
| Delegierte Anmeldeinformationen | Authentifizierungsdelegierung | Kurzlebige Anmeldeinformationen erhöhen die Sicherheit |
Wie man PKI in Zero-Trust-Frameworks implementiert
Authentifizierung von Benutzern und Geräten mit PKI
Zero Trust basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Niemandem wird standardmäßig vertraut. Jeder Benutzer, jedes Gerät und jeder Dienst muss seine Identität nachweisen, bevor er auf Ressourcen zugreifen kann. Die Public-Key-Infrastruktur (PKI) bildet hierfür das kryptografische Rückgrat und stellt digitale Zertifikate aus, die als eindeutige, überprüfbare Identifikatoren dienen.
"Ein zentraler Paradigmenwechsel bei ZTAs ist die Verlagerung des Fokus von Sicherheitskontrollen, die auf Segmentierung und Isolation mithilfe von Netzwerkparametern (z. B. IP-Adressen, Subnetze, Perimeter) basieren, hin zu Identitäten." – Ramaswamy Chandramouli, NIST
Um diesem Wandel gerecht zu werden, sollten Authentifizierung und Autorisierung als separate Prozesse behandelt werden. PKI stellt sicher, dass jede Zugriffsanfrage verifiziert wird, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder außerhalb der traditionellen Netzwerkgrenzen entsteht. Dies ist besonders wichtig für hybride Arbeitsmodelle und BYOD-Szenarien (Bring Your Own Device), in denen herkömmliche, perimeterbasierte Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichen.
Frameworks wie SPIFFE ermöglichen es Diensten, Identitäten zu besitzen, die nicht an bestimmte Netzwerkstandorte gebunden sind. Dies erlaubt differenzierte Richtlinien für lokale und Multi-Cloud-Umgebungen. Beispielsweise hat das NIST National Cybersecurity Center of Excellence gemeinsam mit 24 Industriepartnern 19 Praxisbeispiele entwickelt, die zeigen, wie PKI in moderne Zero-Trust-Architekturen integriert werden kann.
Sobald die Identitätsprüfung etabliert ist, wird die Verwaltung von Zertifikaten in großem Umfang zum nächsten entscheidenden Schritt.
Nutzung von PKI-as-a-Service zur Skalierbarkeit
Die manuelle Verwaltung von Zertifikaten ist für große Unternehmen keine praktikable Lösung. Ohne ein gut strukturiertes TLS-Programm können abgelaufene oder unzureichend verwaltete Zertifikate zu schwerwiegenden Sicherheitslücken führen. Die Automatisierung des Zertifikatslebenszyklusmanagements ist daher unerlässlich, um Vorfälle zu vermeiden, die den Geschäftsbetrieb stören oder die Sicherheit gefährden könnten.
PKI-as-a-Service vereinfacht dies durch die Automatisierung von Prozessen wie Zertifikatserkennung, -ausstellung, -erneuerung und -widerruf in unterschiedlichen Umgebungen. Dies ist besonders wichtig bei der Verwaltung von Tausenden oder sogar Millionen von Identitäten auf verschiedenen Cloud-Plattformen. Um diese Automatisierung zu unterstützen, sollte die Infrastruktur Tools wie API-Gateways und Sidecar-Proxys umfassen, die Authentifizierungs- und Autorisierungsrichtlinien auf Anwendungsebene durchsetzen, unabhängig davon, wo die Dienste gehostet werden.
Ein robustes Zertifikatsmanagementprogramm sollte Best Practices für die Verwaltung von Serverzertifikaten im großen Maßstab berücksichtigen. Dazu gehört die Integration der Public-Key-Infrastruktur (PKI) mit Systemen für Identitäts-, Anmeldeinformations- und Zugriffsmanagement (ICAM) sowie mit erweiterter Identitätsgovernance (EIG). Diese Integrationen gewährleisten einen sicheren Zugriff auf Ressourcen in On-Premise- und Cloud-Umgebungen und halten gleichzeitig konsistente Sicherheitsrichtlinien aufrecht.
Skalierbare Hosting-Lösungen, wie sie beispielsweise von Serverion, Sie bilden die Grundlage für automatisierte PKI-Implementierungen und unterstützen damit die übergeordneten Ziele einer Zero-Trust-Strategie.
Während die Automatisierung die Skalierbarkeit verbessert, stärkt die Kombination von PKI mit zusätzlichen Sicherheitsebenen Zero-Trust-Frameworks noch weiter.
Kombination von PKI mit MFA und SSO
PKI verbessert die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) durch einen phishingresistenten, hardwarebasierten Faktor. Studien zeigen, dass 961 von 30 IT-Sicherheitsverantwortlichen PKI als unerlässlich für den Aufbau einer Zero-Trust-Architektur betrachten.
"PKI ist in Verbindung mit MFA eine der sichersten Methoden zur Implementierung von Zero Trust." – Dr. Avesta Hojjati, DigiCert
Dieser Ansatz kombiniert mehrere Sicherheitsfaktoren. Beispielsweise kann eine Smartcard mit einem digitalen Zertifikat (Besitz) mit einer PIN (Wissen) oder biometrischen Daten (Inhärenz) für eine stärkere Authentifizierung kombiniert werden. Single Sign-On (SSO)-Systeme nutzen zudem PKI, um Benutzeridentitäten über verschiedene Cloud-Anwendungen hinweg zu verifizieren. Dadurch entfällt die Verwaltung mehrerer Passwörter bei gleichzeitig starker zertifikatsbasierter Verifizierung. Das Ergebnis? Eine optimierte, sichere Benutzererfahrung, die Phishing-Angriffen widersteht und dem Zero-Trust-Prinzip "Vertrauen ist Macht" entspricht.
Angesichts der Tatsache, dass durch Business-E-Mail-Kompromittierung im Jahr 2024 gemeldete Verluste in Höhe von 2,77 Milliarden US-Dollar entstanden sind, sind diese Schutzmaßnahmen wichtiger denn je. Zu den bewährten Verfahren gehören die zertifikatsbasierte Authentifizierung für VPN-Zugriffe, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für sensible PKI-Operationen (wie die Ausstellung oder den Widerruf von Zertifikaten) und die Speicherung privater Schlüssel in Hardware-Sicherheitsmodulen (HSMs), um unberechtigten Zugriff oder Kompromittierung zu verhindern. Trotz dieser Fortschritte setzen 331 der branchenüblichen Authentifizierungstools weiterhin auf OTP-basierte MFA, was die Notwendigkeit einer breiteren Einführung PKI-gestützter Lösungen unterstreicht.
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PKI-Herausforderungen und Best Practices für Zero Trust
Zertifikatslebenszyklusmanagement
Die Verwaltung von TLS-Zertifikaten kann schnell außer Kontrolle geraten und zu einem unübersichtlichen Zertifikatsbestand führen. Dieser entsteht, wenn Zertifikate innerhalb einer Organisation verstreut sind und nicht zentral verwaltet werden. Die Folge: Abgelaufene Zertifikate bleiben unbemerkt, verursachen Ausfälle und hinterlassen gravierende Sicherheitslücken. Manuelle Prozesse zur Erfassung von Zertifikatsinhabern, Ablaufdaten und Konfigurationen sind in den heutigen komplexen Umgebungen schlichtweg nicht mehr praktikabel.
"Trotz der entscheidenden Bedeutung dieser Zertifikate fehlt vielen Organisationen ein formelles TLS-Zertifikatsverwaltungsprogramm, und sie sind nicht in der Lage, ihre Zertifikate zentral zu überwachen und zu verwalten." – Murugiah P. Souppaya et al., NIST
Die Lösung? Automatisierung. Protokolle wie ACME können Aufgaben wie Registrierung, Installation und Verlängerung übernehmen und so die Notwendigkeit ständiger manueller Überwachung eliminieren. Tools zur kontinuierlichen Überwachung erkennen Änderungen des Zertifikatsstatus und gewährleisten so rechtzeitige Verlängerungen und die Vermeidung von Ausfällen. Damit dies funktioniert, benötigen Unternehmen ein formales TLS-Managementprogramm mit klaren Richtlinien und eindeutiger Zertifikatsverantwortung.
Wenn diese automatisierten Prozesse mit etablierten Standards kombiniert werden, bildet PKI eine stärkere Grundlage für die Zero-Trust-Architektur.
Einhaltung von Sicherheitsstandards mit PKI
Um konsistente und effektive Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten, ist die Ausrichtung der PKI-Implementierung an anerkannten Rahmenwerken unerlässlich. Standards wie NIST SP 800-207 und ISO/IEC 27001 unterstreichen die Bedeutung eines robusten Zertifikatslebenszyklusmanagements. Diese Rahmenwerke betonen zudem ein zentrales Prinzip von Zero Trust: Authentifizierung und Autorisierung müssen getrennt und vor jeder Sitzung erfolgen.
"Zero Trust geht davon aus, dass Assets oder Benutzerkonten kein implizites Vertrauen allein aufgrund ihres physischen Standorts oder ihres Netzwerkstandorts gewährt wird… Authentifizierung und Autorisierung (sowohl Subjekt- als auch Geräteauthentifizierung) sind separate Funktionen, die vor dem Aufbau einer Sitzung zu einer Unternehmensressource ausgeführt werden." – NIST SP 800-207
Durch die Zuordnung von PKI-Funktionen zu diesen Standards können Organisationen Bereiche identifizieren, in denen es an Transparenz, Governance oder der Fähigkeit zur Wiederherstellung nach Vorfällen mangelt. Ein praktisches Beispiel für diesen Ansatz liefert das NIST National Cybersecurity Center of Excellence, das 19 Zero-Trust-Implementierungen mit Technologiebeiträgen von 24 Industriepartnern demonstrierte. Diese Beispiele bieten umsetzbare Modelle für Organisationen, die ihre Sicherheitslage verbessern möchten.
Manuelles vs. automatisiertes PKI-Management
Die Vorteile der Automatisierung werden noch deutlicher, wenn man die manuelle und die automatisierte PKI-Verwaltung vergleicht. Hier ist eine Übersicht, wie sie sich in den wichtigsten Bereichen schlagen:
| Besonderheit | Manuelle PKI-Verwaltung | Automatisierte PKI-Verwaltung |
|---|---|---|
| Effizienz | Niedrig; anfällig für menschliche Fehler und Verzögerungen. | Hochwertig; automatisiert Anmeldung, Installation und Verlängerung. |
| Skalierbarkeit | Eine Herausforderung, wenn Netzwerke wachsen. | Bewältigt problemlos das Wachstum bei Geräten und Diensten. |
| Ausrichtung auf Null-Vertrauen | Schwach; hat Schwierigkeiten, dynamische Authentifizierungsanforderungen zu erfüllen. | Robust; unterstützt einen schnellen Zertifikatswechsel und eine kontinuierliche Überprüfung. |
| Ausfallrisiko | Hoch; abgelaufene Zertifikate bleiben oft unbemerkt. | Niedrig; die automatisierte Nachverfolgung minimiert Ausfallzeiten. |
| Sichtweite | Fragmentiert und veraltet. | Zentralisiert und in Echtzeit. |
Automatisierung reduziert nicht nur das Risiko von Ausfällen oder menschlichen Fehlern, sondern bietet auch die nötige Agilität für moderne, hybride Arbeitsumgebungen, die sowohl lokal als auch in der Cloud arbeiten. Darüber hinaus beschleunigen und verbessern automatisierte Tools die Notfallwiederherstellung, wenn eine Zertifizierungsstelle kompromittiert wurde. Kurz gesagt: Automatisierung ist ein Eckpfeiler jeder effektiven Zero-Trust-Strategie.
Abschluss
Die Public-Key-Infrastruktur (PKI) spielt eine zentrale Rolle bei der Realisierung der Zero-Trust-Architektur. Indem sie digitale Identitäten mit Benutzern, Geräten und Anwendungen verknüpft, verlagert die PKI die Sicherheit weg von veralteten Netzwerkgrenzen und konzentriert sich auf die identitätsbasierte Verifizierung. Dieser Wandel verkörpert das Kernprinzip von Zero Trust. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Da sich Cyberbedrohungen ständig weiterentwickeln, wächst auch der Bedarf an automatisiertem und optimiertem PKI-Management kontinuierlich.
Die Zahlen sprechen für sich: 96% von IT-Sicherheitsverantwortlichen PKI wird als entscheidende Komponente beim Aufbau eines Zero-Trust-Frameworks anerkannt. Sie gewährleistet Authentifizierung, Verschlüsselung und Datenintegrität sowohl in On-Premise- als auch in Cloud-Umgebungen. Da die durchschnittliche Lebensdauer von TLS-Zertifikaten mittlerweile nur noch 47 Tage beträgt, sind die Automatisierung des Lebenszyklusmanagements, die zentrale Überwachung und die kontinuierliche Überwachung nicht mehr optional, sondern unerlässlich, um kostspielige Ausfälle zu vermeiden., 33% von Organisationen haben Zero-Trust-Strategien implementiert, und ein weiterer 60% plant, innerhalb des nächsten Jahres diesem Beispiel zu folgen.
Der Trend zu identitätsbasierter Sicherheit gewinnt zunehmend an Bedeutung, angetrieben durch den Anstieg von Telearbeit, die Verbreitung von IoT-Geräten und regulatorischen Druck, wie beispielsweise US-Präsidialverordnungen zur verpflichtenden Einführung von Zero Trust für Bundesbehörden. Organisationen, die ihre PKI-Strategien an Rahmenwerken wie NIST SP 800-207 ausrichten und in Automatisierung investieren, sind besser gerüstet, um die heutigen Cyberrisiken zu bewältigen und sich an zukünftige Herausforderungen anzupassen, einschließlich des Übergangs zur Post-Quanten-Kryptographie.
FAQs
Welche Rolle spielt PKI bei der Unterstützung der Zero-Trust-Architektur?
Die Public-Key-Infrastruktur (PKI) spielt eine entscheidende Rolle in der Zero-Trust-Architektur, indem sie das kryptografische Rückgrat für deren Leitprinzip bereitstellt: „Vertraue nie, vergewissere dich immer.“ Mithilfe von PKI werden digitale Zertifikate zur Authentifizierung von Benutzern, Geräten und Diensten eingesetzt, um eine sichere und manipulationssichere Verifizierung zu gewährleisten. Dies entspricht perfekt der Zero-Trust-Anforderung einer gründlichen Überprüfung an jedem Zugriffspunkt.
Eine wichtige Funktion, die PKI ermöglicht, ist gegenseitiges TLS (mTLS). Bei mTLS überprüfen Client und Server gegenseitig ihre Identität, bevor Daten ausgetauscht werden. Dies sichert nicht nur die Kommunikation, sondern verknüpft Zugriffsrechte auch direkt mit authentifizierten Identitäten und stärkt so das Prinzip der minimalen Berechtigungen.
PKI gewährleistet zudem Datensicherheit durch Verschlüsselung. Durch die Nutzung von SSL/TLS-Zertifikaten verschlüsselt sie Kommunikationskanäle und schützt diese so vor Bedrohungen wie Abhören oder Man-in-the-Middle-Angriffen. Darüber hinaus unterstützt PKI dynamische Sicherheitsanforderungen mit automatisierter Zertifikatsverwaltung. Dies ermöglicht den sofortigen Widerruf kompromittierter Zertifikate und stellt sicher, dass die Zugriffskontrolle auch in sich schnell verändernden Umgebungen sicher bleibt.
Diese Fähigkeiten machen PKI zu einem unverzichtbaren Bestandteil jedes robusten Zero-Trust-Sicherheitsframeworks.
Wie vereinfacht die Automatisierung das PKI-Management in einem Zero-Trust-Modell?
Die Automatisierung spielt eine entscheidende Rolle bei der Verwaltung der Public-Key-Infrastruktur (PKI) im Rahmen eines Zero-Trust-Ansatzes. In diesem Modell muss sich jeder Benutzer, jedes Gerät und jeder Dienst vor dem Datenaustausch authentifizieren. Dies erfordert die Ausstellung, Erneuerung und den Widerruf von Tausenden – oder sogar Zehntausenden – von Zertifikaten. Die manuelle Bearbeitung dieses Volumens ist unrealistisch. Die Automatisierung stellt sicher, dass Zertifikate effizient generiert, verteilt und rotiert werden, wodurch das Risiko menschlicher Fehler reduziert und gleichzeitig der Kerngrundsatz von Zero Trust gewahrt wird: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."
Für Serverion Für Kunden vereinfacht die Automatisierung die Verwaltung von SSL-Zertifikaten und Servern. Sie ermöglicht die schnelle, programmatische Registrierung vertrauenswürdiger Identitäten für Web-Traffic, APIs und Microservices. Dadurch entsteht ein skalierbares, sicheres Vertrauensframework, das sich nahtlos in die Zero-Trust-Prinzipien einfügt.
Warum ist TLS 1.3 die bevorzugte Wahl für Zero-Trust-Sicherheitsframeworks?
TLS 1.3 gilt aufgrund seiner verbesserten Sicherheit und Effizienz gegenüber TLS 1.2 als die bevorzugte Wahl in Zero-Trust-Umgebungen. Durch die Integration von obligatorische Vorwärtsgeheimhaltung, Dadurch wird sichergestellt, dass auch dann geschützt bleibt, wenn die Verschlüsselungsschlüssel offengelegt werden.
Darüber hinaus minimiert TLS 1.3 die Handshake-Latenz und ermöglicht so schnellere Verbindungsaufbauten ohne Kompromisse bei der Verschlüsselungsstärke. Diese Kombination aus hoher Sicherheit und verbesserter Performance macht es ideal für die strengen Anforderungen von Zero-Trust-Frameworks, bei denen sowohl hohe Sicherheit als auch geringe Latenz entscheidend sind.